Arne Bergvik

Jämtland – eine Goldgrube für erneuerbaren Strom

Wenn es in Südschweden an Strom mangelt, ist die Situation im Norden des Landes das genaue Gegenteil – vor allem im Regierungsbezirk Jämtland. In Jämtland herrscht ein wahres Überangebot an Kapazität – und das Beste von allem: die Stromversorgung ist hier nicht nur stabil, sondern auch komplett erneuerbar und damit nachhaltig. Daher können der Versorger Jämtkraft und The Power Region ganze 500 MW für Betriebe mit hohem Strombedarf bereitstellen, die sich hier in der Region etablieren möchten.
„In einer Welt, wo Strom praktisch reines Gold ist, sitzt ganz Jämtland auf einer enormen Goldgrube“, kommentiert Arne Bergvik, Chefanalytiker beim Versorger Jämtkraft.

Niedrige Strompreise und stabile Leistung. So lautet die einfache und präzise Zusammenfassung der Energiesituation im Regierungsbezirk Jämtland. In Jämtland stehen Wasser, der Wind – und in gewisser Weise auch die Sonne bereit, obwohl man dies in der dunklen Jahreszeit kaum glauben kann. Grundlage der äußerst sicheren und zuverlässigen Stromproduktion ist die Wasserkraft – denn die reißenden Flüsse der Region sorgen für hohe, stabile Kapazitäten. Ergebnis: sauberer, erneuerbarer Strom. Darüber hinaus hat sich Jämtland auch als größter Windkraftdistrikt Schwedens etabliert.

„Die Verfügbarkeit von Strom ist in Jämtland gut – aus verschiedenen Gründen: einerseits wurde Windkraft in der sog. schwedischen Stromregion SE 2 stark ausgebaut, und Jämtland ist das Herz dieser Region. Andererseits existiert hier seit langem die Wasserkraft. Die vorhandenen Hochspannungsleitungen nach Süden reichen nicht aus, um den Strom nach ganz Europa zu exportieren. Mit anderen Worten: Will man mit hohen Reserven viel Strom verbrauchen, ist SE2 die optimale Lösung. Die Region weist den größten Stromüberschuss Schwedens auf, und es gibt nicht viele, die sich mit diesem Überschuss an grünem Strom messen könnten. Schwedische Stromversorger gehen davon aus, dass die Region SE2 bis 2045 ein Überschussgebiet bleiben wird, wahrscheinlich auch noch Jahre darüber hinaus.

Schweden ist heute in vier Stromregionen eingeteilt, wobei Nordschweden den größten Anteil an der nationalen Stromproduktion aufweist – und gleichzeitig damit auch die niedrigsten Preise. Der Süden des Landes kann mitunter Probleme mit der verfügbaren Leistung haben – aber dieses Problem existiert im Norden des Landes nicht – im Gegenteil!

„Die von uns angebotenen 500 MW übertreffen das Angebot aus Südschweden um das Zehnfache! Generell hat Schweden – und Jämtland im Besonderen – die niedrigsten Strompreise in ganz Europa, und dies wird bis Ende der 2020er Jahre nicht nur so bleiben, sondern sich noch verstärken. Das ist äußerst attraktiv für alle Industriebetriebe, die sich hier etablieren möchten.

Aber eine gute Stromversorgung und wettbewerbsfähige Preise reichen natürlich nicht aus: zur Versorgung großer Industrien mit hohem Stromverbrauch kommt es zudem auf Stabilität und Vorhersehbarkeit an.

„Diese Stabilität beruht darauf, dass wir über zahlreiche Stützpunkte verfügen. Man kann mit einem Tisch vergleichen: auch ein Tisch benötigt mehrere Beine, um wirklich stabil zu stehen.

Alle verfügbaren Szenarien und Analysen gelangen zu dem Schluss, dass wir auch die kommenden 25 Jahre über einen Überschuss von mindestens 40 TWh an erneuerbarer Stromproduktion verfügen. Diese Zahlen sollte man auch mit dem Gesamtstromverbrauch des Landes aus dem Jahr 2020 in Beziehung setzen, der nach Auswertung des Statistischen Zentralamtes SCB vor zwei Jahren 134 TWh betrug“, berichtet Arne Bergvik.

Kurz gesagt: der Regierungsbezirk Jämtland bietet heute bereits wahrscheinlich Europas beste Voraussetzungen für die Etablierung von Industrien mit hohem Strombedarf – zudem in einer Region, die allen, die hier leben und arbeiten, enorme Mehrwerte und hohe Lebensqualität zu bieten hat. Willkommen in der Power Region!